Atommüllbehälter auf der Schiene quer durch Deutschland 2001
"CASTOR" ist ein Name Für
Atommüll-Transportbehälter. Der Name ist die Abkürzung "Cask for
storage and transport of radioactive material"
In den grossen Stahlguss-behältern werden die Brennstäbe der AKWs und
Glaskokillen transportiert und gelagert. Nebne dem Castor gibt es weitere,
ähnliche Atommüllbehälter, die andere Bezeichnungen tragen.
Meistens ist der Castor gar kein Castor... Denn genaugenommen heissen die meisten Atommüllbehälter, die immernoch
zur "Wiederaufarbeitung" durch die Lande rollen nicht Castor, sondern z.B.
"TN 13/2" oder "Ecellox 6". Sachlich/technisch nicht richtig wird trotzdem
der Begriff "Castor" und "Castortransport" benutzt.
"Castor" ist schliesslich inzwischen zu einem Sammelbegriff mit hohem
Symbolcharakter geworden.
09-11. September 2002:
Atommülltransporte aus den AKWs Grafenrheinfeld, Neckarwestheim, Krümmel, Brokdorf. Die Transporte wurden auf dem weg in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague mehrfach von Protesten, Mahnwachen etc. begleitet. Infos zu Transport & Aktionen
19.-21. August 2002:
Transporte aus Brokdorf, Stade, Grafenrheinfeld in die WAA La Hague.
Ein Transport aus dem AKW Brokdorf wurde beim AKW Brunsbüttel am 19.8. auf die Schiene verladen, und in Maschen am 20.8. mit einem Transport aus dem AKW Stade zusammengekoppelt.
Am 21.08.02 wurden diese Transporte in Wörth mit einem Atombehälter aus dem AKW Grafenrheinfeld zusammengekoppelt, und über die französische Grenze zur WAA in LaHague gebracht. Bericht hier.
2./3.Juli 2002: Atommülltransporte aus den AKWs Grohnde, Krümmel, Unterweser, Neckarwestheim und Philippsburg.
Die Transporte wurden von Anfang an in Deutschland und Frankreich von Protesten begleitet:
Bundesweit gab es mind. 6 Mahnwachen und Aktionen. 2 Ankettaktionen und Sitzblockaden stoppten den Transport mehrmals in Deutschland und Frankreich.
17.Juni 2002:
Castortransport aus dem AKW Muelheim-Kaerlich:
Abfahrt des Zuges aus dem AKW war um 13.08 Uhr. Nach dem Grenzuebertritt bei Woerth wurde der Transport bei Lauterbourg von Demonstranten gestoppt. Anwohner klatschten Beifall.
15./16.Mai 2002: Atommuelltransport aus Brokdorf, Kruemmel, Neckarwestheim und Ohu (AKW ISAR 2): Atommuelltransport wurde in Deutschland und Frankreich insgesamt 5 mal fuer insgesamt 9,5 Stunden von AtomkraftgegenerInnen blokiert.
Massen-Ankett-Aktion:Ca. 15 AtomkraftgegnerInnen, die sich mittels Rohrkostruktionen an die Gleise gekettet hatten, haben den Transport
5 Stunden bei Wilster blockiert. Berichte sind hier zu finden. Am Abend des 17.Mai wurde der Atomzug in Frankreich u.a. am Bahnhof von Somain und bei Duenkirchen insgesamt fast vier Stunden lang von angeketteten Atomkraftgegnern blockiert.
Oft wird vergessen,
das Castor-Transporte nicht die einzigen gefährlichen Atommülltransporte
sind. Wöchentlich rollen auf den Autobahnen Urantransporte von oder zur
Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau. Dort wird das Uran angereichert, um
in die Atomkraftwerke in- UND ausserhalb Deutschlands transportiert zu
werden. Zur Zeit wird die UAA Gronau noch weiter ausgebaut- von einem
"Ausstieg" keine Spur. -> Weitere Infos dazu in
unserer Rubrik URAN
WARUM QUERSTELLEN???
(Auszug aus einem Aufruf der BI Ahaus)
Gründe dafür, sich auch jetzt wieder quer zu stellen, gibt es genug:
- Castor-Transporte dienen nach wie vor nicht dem Ausstieg aus der
Atomenergie, sondern dem langfristigen
Weiterbetrieb der AKW, die rot-grüne Vereinbarung mit den EVU garantiert
32, in Wahrheit sogar 35 Jahre
Laufzeiten für alle AKW.
- Durch die rot-grüne Vereinbarung wird die Menge des Atommülls, von dem
bisher schon niemand weiß, wie
er zu entsorgen ist, noch einmal mehr als verdoppelt.
- Ein Endlager für
hochradioaktiven Müll,
das diesen Namen verdient, ist
weltweit nicht in Sicht: Im Gegenteil, der Umweltsachverständigenrat der
Bundesregierung hat im März festgestellt, dass die Endlagerproblematik
wahrscheinlich gar nicht lösbar ist. Wer unter diesen Umständen Atommüll
weiter produziert, handelt kriminell !!!
- Transporte in ein "Zwischenlager" bedeuten keine Entsorgung, sondern
lediglich eine Verschieberei des
Atommülls, die Entsorgung vortäuschen soll. Dies muss offengelegt werden !
- Fast 3 Jahre nach dem Kontaminationsskandal sind die technischen
Probleme mit den Castor-Behältern nicht gelöst, im Gegenteil: Rostende
Castoren im Ahauser BZA (Typ Castor THTR/AVR), falsch bemessene
Moderatorstäbe in den Behältern vom Typ V/19, die die Neutronenabschirmung
beeinträchtigen, Probleme
mit der Restfeuchte, die langfristig zu Rostschäden und zu Undichtigkeit
führen können und aktuell ein ordnungsgemäßes Beladen verhindern.
Dies alles zeigt, dass die Genehmigung für Lagerung und Transport
abgebrannter
Brennelemente in Castor-Behältern gar nicht hätte gegeben werden dürfen.
Bringt weiter Informationen zum Stand der Castortransporte: Einfach
draufklicken.
Das "CastorXmeter" wurde vom "Institut zur Förderung von
Akzeptanzproblemen in der Atompolitik" (www.antiatom.de ) eingerichtet. Es
ist in mit verschiedenen Grafiken einfach auf Homepages einzubauen und zeigt immer den aktuellen Stand
der Castortransporte an. Weitere Infos dazu erhaltet Ihr ebenfalls durch
Klicken auf das CastorXmeter oder Mail an: xmeter@antiatom.de