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Castortransport von Rossendorf nach Ahaus 2004


Auf dieser Sonderseite gibt´s die Infos und Termine 
zum Castortransport von Rossendorf in das Zwischenlager Ahaus 2005

Weitere aktuelle Infos zum Transport und Aktionen unter http://www.nixfaehrtmehr.de  und http://de.indymedia.org

Akte-niX: Anti-Atom Infos über Castortransporte, Antiatom Aktionen, Termine, News, Infos und Links zu AKWs, Atomenergie, Alternativen Energien ,Öko-Strom, Atommülltransporten, Demonstrationen und der Anti-Atom Bewegung

1. CASTOR-ALARM: Transporttermine & Stand der Dinge
2. Aktuelle Infos im Internet / Links
3. Transportroute
4. Aktionen, Termine, Treffpunkte
5. Wichtige Hintergundinfos zu Protestaktionen und Transport
 


1. CASTOR-ALARM 2: Transporttermin & Stand der Dinge:  

+++ CASTOR-ALARM AHAUS MAI/JUNI 2005: +++

Der nächste Transport soll  schon am Montag, 6.6.05 rollen.


Am Wochenende lädt das Camp in Ahaus wieder ein,
es sind Kleingruppenaktionen und Konzerte geplant...
Am Montag findet in Ahaus die Demo um 20:00 statt.

In Bad Oeynhausen beginnt um 15 Uhr eine Mahnwache am Bahnhof. Sollte der Castor über die Nordstrecke fahren, wird im Anschluss eine Demonstration zur B61 (Mindener Straße) stattfinden.

In Kamen beginnt um 18 Uhr auf der Hammer Straße (B61) eine Mahnwache. Geplant ist auch eine Fahrraddemo aus der Innenstadt zur Autobahn 2.

 



Aktuelle Infos und Live-Ticker bei nixfaehrtmehr.de
Aktuelle Infos bei Indymedia.de


Weitere TRANSPORTE: BIS 14. Juni geplant!

Aus dem Forschungsreaktor Rossendorf (bei Dresden)sollen 18 Castor-Behälter in das Zwischenlager Ahaus (bei Münster) gebracht werden.
Das besondere bei diesem Transport: Er soll über die Autobahn statt über die Schiene quer durch Deutschland rollen!

 

2. Aktuelle Infos im Internet / Links:

http://www.nixfaehrtmehr.de/ 
STRECKE, SMS, AKTIONEN, FORUM

http://de.indymedia.org/ 
AKTUELLSTE INFOS & TERMINE, BERICHTE



http://www.wigatom.de/ 
AKTUELLES, HINTERGUND, AKTIONEN

http://www.castorstopp-dresden.de/ 
AKTUELLE INFOS, ÖRTLICHES aus Rossendorf

http://www.bi-ahaus.de/ 
HINTERGRUNDINFOS aus Ahaus


Hotline BI AHAUS: 02561- 961799
 

3. TRANSPORT-ROUTE:

Dieser Castortransport soll erstmalig komplett mit LKWS über Strassen und Autobahn erfolgen:

Es gibt zwei mögliche Transportrouten, die auf folgender Adresse zu sehen sind: http://nixfaehrtmehr.de/strecke.html

Beim ersten Transport wurde die Südroute benutzt, welche Route beim nächsten Transport genutzt wird, ist noch unklar.

"Südroute"
:Dresden-Chemnitz-Gera-Jena-Erfurt-Eisenach(A4)-Kassel(A7)-Paderborn-Dortmund (A44)-Recklinghausen(A1/2)-Gelsenkirchen-Bottrop(A2)-Dorsten-Ahaus (A31)


"Nordroute":Dresden-Leipzig(A4/14)-Halle-Magdeburg(A14)-Braunschweig-Hannover-Minden(A2)- Osnabrück-Bad Bentheim(A30)-Gronau-Ahaus
 

4. Aktionen, Termine, Treffpunkte  

Für aktuelle Aktionsakündigungen schaut bitte auf die hier genannten Homepages!

! Neue Termine und aktuelle Infos unter:
http://de.indymedia.org/2005/04/113489.shtml


Infos rund um Rossendorf/Dresden und dortige Aktionen:
http://www.castorstopp-dresden.de

 

In Bad Oeynhausen beginnt um 15 Uhr eine Mahnwache am Bahnhof. Sollte der Castor über die Nordstrecke fahren, wird im Anschluss eine Demonstration zur B61 (Mindener Straße) stattfinden.

In Kamen beginnt um 18 Uhr auf der Hammer Straße (B61) eine Mahnwache. Geplant ist auch eine Fahrraddemo aus der Innenstadt zur Autobahn 2.

In Ahaus beginnt um 20 Uhr am Bahnhof die zentrale Demonstration zum Zwischenlager. Die ganze Nacht hindurch findet vor dem Atommüll-Lager eine angemeldete Mahnwache statt. Die BI „Kein Atommüll in Ahaus" bittet die Ahauser Bevölkerung Betten für auswärtige Gäste bereitzustellen. Lebensmittel und Getränke für die nächtliche Versorgung können in der Zeit von 18-20 Uhr im BI-Büro, Bahnhofstr. 51, abgegeben werden.


Camp  in Ahaus:
Das Camp in Ahaus gegenüber des BEZ steht für alle AtomkraftgegnerInnen offen!

HANNOVER: www.atomplenum.de




Mehr Termine etc.: http://de.indymedia.org/2005/04/113489.shtml

 

 5. Wichtige Hintergundinfos zu Protestaktionen und Transport

Quelle: http://de.indymedia.org/2005/04/113489.shtml und WIGA Münster


Die Situation

Im November 2003 wurde bekannt, dass die damalige sächsische CDU-Landesregierung und das Bundesumweltministerium 18 Castor-Behälter mit 951 abgebrannten hochradioaktiven Brennelementen aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor

Dresden-Rossendorf in das zentrale Brennelemente-Zwischenlager Ahaus (BZA) bringen wollen. Besonderheit: Der Atommüll soll in drei Transporten à 6 Castor-Behälter über 600 km Autobahn mit dem LKW fahren.

Nachdem zunächst alle beteiligten Regierungen für die Transporte waren, führten die zahlreichen Proteste der Anti-Atomkraft-Initiativen in Dresden, Ahaus und entlang der Transport-Autobahnen zu einem taktischen Rückzug der NRW-Landesregierung. Sie klagte jedoch nur gegen die Transportgenehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), ohne inhaltlich gegen die Einlagerung des Atommülls vorzugehen. Deshalb scheiterte die Klage. Daraufhin knickte die NRW-Landesregierung wieder ein und einigte sich mit Sachsen darauf, die Atomtransporte im Jahr 2005 durchzuführen.

Alle drei Transporte sollen nach derzeitigem Stand zwischen 30. Mai und 14. Juni rollen. Grund für diese Zeitplanung sind die Landtagswahlen in NRW am 22. Mai, die Rot-Grün nicht durch Castor-Proteste verlieren will. 2004 wurden aber mehrere
Transporttermine aufgrund von angekündigten Widerstandsaktionen verschoben. Achtet deshalb auf aktuelle Infos.





Die Kritik

1. Die jetzt geplanten Atomtransporte dienen nicht dem Atomausstieg. Im Gegenteil:

Sie sollen weiteren Atomtransporten nach Ahaus die Tür öffnen. Unter anderem aus

dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München und aus der Plutoniumfabrik La Hague soll weiterer Atommüll nach Ahaus rollen.

2. Die geplanten Castor-Transporte verschleiern die ungelöste Entsorgungsfrage für Atommüll. Es gibt weltweit keine sichere Entsorgungsmöglichkeit für Atommüll. Die sogenannte „Zwischen“-Lagerung verschiebt das Problem nur auf kommende Generationen und sichert den ungestörten Weiterbetrieb der jetzt laufenden Atomanlagen.

3. Die Transporte sind absolut überflüssig: Die Lagerhalle in Dresden-Rossendorf ist bautechnisch „moderner“ als das Ahauser Zwischenlager. Ein Transport bringt also keinen Sicherheitsgewinn, sondern Gefahren für die Bevölkerung an den Transportwegen.

4. Gravierende Schwachstellen bei der Behältersicherheit und der Lagerhallensicherheit werden einfach ignoriert, um das Bild von der „sicheren“ Zwischenlagerung nicht zu stören.

5. Wieder einmal sollen Tausende von Polizisten Proteste mit Gewalt im Keim ersticken. Anstatt Atomanlagen stillzulegen werden für die Atomtransporte demokratische Grundrechte massenhaft außer Kraft gesetzt, um eine reibungslose Fahrt auf der Autobahn zu garantieren. Für Ahaus ist eine mehrwöchige polizeiliche Besatzung zu erwarten.

6. Die rot-grüne Bundes- und NRW-Landesregierung verhindern im Einklang mit CDU/CSU/FDP den Atomausstieg. Der neue Atomreaktor in Garching, Bestandsgarantien für laufende AKWs, der massive Ausbau der Urananreicherungsanlage in Gronau, die Endlagerpläne für Gorleben und die Atomtransporte unter anderem nach Gorleben,

Ahaus und Gronau belegen, dass auch Rot-Grün die Atomenergie in Deutschland nach Kräften fördert.


Unsere Antwort: Wir stellen uns quer !

Wir wissen, dass der Atomausstieg nur durch Druck von unten erreicht werden kann.

Deshalb konzentrieren wir uns auf wirksame Proteste und breiten Widerstand auf der Straße. 2004 konnten wir so die Transporte verhindern.

2005 wollen wir einen kompletten Einlagerungsstopp für Ahaus durchsetzen und den Atomausstieg im Münsterland konkret einleiten.





Unser Plan

Wir rufen zu bunten und vielfältigen Protesten an der Transportstrecke zwischen Dresden und Ahaus auf. Je mehr Aktionen im Vorfeld laufen, desto unwahrscheinlicher werden die Transporte.

Die Ausgangslage ist völlig anders als in Gorleben: Die Polizei muss drei Transporte nacheinander nach Ahaus bringen. Zusätzlich muss sie die Spezial-LKW-Stoßdämpfer immer wieder im Pendelverkehr von Ahaus zurück nach Dresden bringen, um den nächsten Transport zu starten. Dadurch ergeben sich viel mehr Widerstandsmöglichkeiten. Das heißt konkret, dass wir an fünf Terminen den Pendelverkehr durch vielfältige Aktionen durcheinander bringen können. Wir planen
also nicht für einen Tag X, sondern für zwei Widerstandswochen.

Aufgrund der fünf notwendigen Fahrten lautet unser Konzept X+4. Werden der Widerstand und der öffentliche Druck zu stark, steigen die Chancen für eine Absage oder weitere Verschiebung der Castor-Transporte.

Sollten die Transporte tatsächlich starten, stellen sich in Dresden-Rossendorf viele Menschen quer, um die Abfahrt des Atommülls zu verhindern. Dort benötigt der
Atommülltransport 20 Kilometer bis zur Autobahn. Wichtig sind dann viele Aktionen an und auf den Autobahnen Richtung Ahaus. Es werden auch Demonstrationen direkt auf der Autobahn angemeldet werden, um unser Demonstrationsrecht dort durchzusetzen.

Aber auch Camps neben der Autobahn, Mahnwachen auf Autobahnbrücken, an Autobahnzufahrten oder auf Rastplätzen können starke Polizeikräfte auf einfache und effektive Weise binden.

Sollte der Castor-Transport trotz Widerstand einen Aktionsort passiert haben, rufen wir alle Beteiligten auf, sofort nach Ahaus zu kommen. In Ahaus wird schon am Sonntag vor dem ersten Transport ein außerordentlicher Sonntagsspaziergang stattfinden und danach ein Widerstandscamp eingerichtet werden. Wir werden uns in

Ahaus gegen die Einlagerung des Atommülls auf der Straße querstellen. Mehr als 500 Menschen haben dazu bereits den Aufruf „Wir stellen uns quer!“ unterschrieben.

Sollte der Atommüll das Zwischenlager erreichen, werden wir uns gemeinsam vor dem Zwischenlager sofort erneut querstellen, um die Rückfahrt der

Spezial-LKW-Stoßdämpfer zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Leute nach den Protesten an der Strecke sofort nach Ahaus kommen. Solange die Stoßdämpfer in Ahaus sind, gibt es keinen neuen Transport. So können wir auch den öffentlichen Druck entscheidend verstärken. Auch in Dresden werden sich wieder
viele Menschen querstellen, um die Stoßdämpfer nicht zurück zu lassen. Danach geht das „Spiel“ von vorne los.

X+4 gibt uns fünf Chancen zum Widerstand. Wir setzen auf einen starken Start und weiter wachsenden Widerstand durch die öffentliche Aufmerksamkeit.





Unsere Vereinbarung

Wir wissen, dass die Polizei versuchen wird, unsere Aktionen zu unterbinden. Wir

suchen nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei, sondern mit der
verantwortlichen Politik und Atomindustrie. Deshalb werden wir trotz aller polizeilichen Schikanen unser Demonstrationsrecht ruhig und besonnen, aber entschieden durchsetzen.

Besondere Umsicht erfordern Aktionen auf der Autobahn. Oberstes Ziel ist es, weder sich noch andere zu gefährden. Da wir aber ein Recht haben, dort zu demonstrieren, wo der Castor herfährt, werden viele Menschen auch auf der Autobahn selbst Demonstrationen anmelden und unser Versammlungsrecht offensiv durchsetzen.

Gemeinsam können wir die Castor-Transporte von Dresden nach Ahaus stoppen. Durch solidarisches Handeln untereinander setzen wir ein positives Gegenzeichen zu den verantwortungslosen Politikern aller Parteien, die weiter auf die Atomenergie setzen.

Alle Gruppen und Einzelpersonen, die sich in den Widerstand einklinken sind herzlich dazu eingeladen ihre Aktionen etc. selbstständig auf www.nixfaehrtmehr.de anzukündigen, zu bewerben, öffentlich zu machen. Infos zum Verfahren mit der Seite und eine Einführung gibts unter nixfaehrtmehr@web.de!


Quelle: WigA Widerstand gegen Atomanlagen

 

Weitere Hintergrundinfos


Quelle: de.indymedia.org

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hat  am 30.03.2004, die Castor-Transporte aus Rossendorf nach Ahaus genehmigt!

In der Pressemitteilung Nr. 008 vom BfS (30.03.2004) wird die Transportgenehmigung veröffentlicht:

"Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat heute den Transport von bestrahlten Brennelementen aus dem 1991 abgeschalteten DDR-Forschungsreaktor Rossendorf (Sachsen) in das zentrale Zwischenlager Ahaus genehmigt."


Genehmigung ist bis zum 31. Dezember 2004 befristet

"Die Antragstellerin, die Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS) hatte den Transport am 16.01.2004 beantragt. Die NCS konnte nachweisen, dass alle Genehmigungsvoraussetzungen nach § 4 des Atomgesetzes erfüllt sind. Die Kommission 'Sicherheit und Schutz kerntechnischer Einrichtungen' (KoSi-Kern) der Länder und des Bundes, die solche Transporte koordiniert, hatte mit Schreiben vom 02.03.2004 dargelegt, unter welchen Umständen der erforderliche Schutz gegen Störmaßnahmen gewährleistet ist. Die jetzt erteilte Genehmigung hat das BfS wie beantragt bis zum 31.12.2004 befristet.".


Von Rossendorf werden mehrere Transporte nach Ahaus durchgeführt

"Für die Transporte der insgesamt 951 bestrahlten Brennelemente werden 18 Behälter des Typs CASTOR MTR 2 eingesetzt. Die Gesamt-Radioaktivität des Inhalts aller 18 Behälter beträgt etwa ein Zehntel des Wertes eines CASTOR-Behälters mit abgebrannten Brennelementen aus Leistungsreaktoren. Entsprechend einer Auflage des BfS muss eine größtmögliche Bündelung der Transporte angestrebt werden."


Rossendorf – Ahaus – CASTOR als Straßentransport

"Da Rossendorf über keinen eigenen Schienenanschluss verfügt, hatte die NCS im Auftrag des Betreibers des stillgelegten Forschungsreaktors einen Straßentransport beantragt."


Transporttermin wird weiter verschwiegen

"Wann von der erteilten Genehmigung Gebrauch gemacht wird, liegt bei der Genehmigungsinhaberin, der NCS. Die Transporttermine sind entsprechend einer Forderung der KoSiKern mindestens acht Wochen vor dem Beginn des ersten Transportes mit den Innenministerien der vom Transport berührten Länder abzustimmen."


Dritte Änderungsgenehmigung für Ahaus ermöglicht die Einlagerung der Rossendorf-Castoren

"Die Annahmebereitschaft des Brennelement-Zwischenlagers Ahaus (BZA) ist durch die gleichzeitig vom BfS erteilte dritte Änderungsgenehmigung für das BZA gegeben. Dabei fand insbesondere eine Prüfung der Sicherheit für den Fall eines gezielten Flugzeugangriffs mit einem großen Passagierflugzeug statt."


Das BfS versucht die von ihr erteilte Genehmigung zu rechtfertigen

"Der Transport dient nicht der Sicherung des Betriebs von Atomkraftwerken. Er ist Ergebnis der Stilllegung des Forschungsreaktors in Rossendorf (Sachsen).
Die Transportbereitstellungshalle Rossendorf ist für eine langfristige Zwischenlagerung weder konzipiert noch geprüft oder genehmigt. Insbesondere ist die Halle nicht in Hinblick auf einen gezielten Flugzeugabsturz geprüft. Eine längerfristige Zwischenlagerung ist somit nicht zulässig. Da es sich in Rossendorf um einen stillgelegten Forschungsreaktor handelt, ist der zuständige Betreiber, der Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V. (VKTA), auch nicht verpflichtet, eine Zwischenlagergenehmigung nach § 6 Atomgesetz zu beantragen."

Die Pressemitteilung Nr. 008 vom BfS vom 30.03.2004 steht im Internet unter http://www.bfs.de/bfs/presse/pr04/pr0408.html

 
Dies ist eine Pressemeldung von:
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus"; Aktionsbündnis
Münsterland gegen Atomanlagen
Widerstand gegen Atomanlagen (WIGA) Münster; Münsteraner Bündnis
„Stoppt Atomtransporte!!"Menschen gegen Atomanlagen (MEGA) Waltrop
Quelle: http://www.wigatom.de/

Ahaus, Wettringen, Waltrop, Münster, 20. Mai 2004

Castor-Verhandlungen: NRW muss Transporte verhindern!

Autobahn-Demos: Atomkraftgegner konzentrieren sich auf den 1. Juni


Die Münsterländer Anti-Atom-Initiativen fordern von der
NRW-Landesregierung vor dem womöglich entscheidenden Treffen mit
der sächsischen Landesregierung am 23. Mai in Berlin eine klare
Haltung gegen die geplanten Castor-Transporte von Dresden nach
Ahaus. Wir erwarten, dass Ministerpräsident Steinbrück
Verhandlungsführer Innenminister Behrens keinerlei Mandat für
fadenscheinige Kompromisse erteilt. So sind eine Bündelung der
Transporte sowie eine Verlagerung auf die Schiene vollkommen
inakzeptabel.

In den Diskussionen der letzten Wochen sind seitens der sächsischen
und nordrhein-westfälischen Landesregierungen die eigentlichen
Probleme der Atommülltransporte völlig untergegangen. Nicht etwa
die Kostenfrage, sondern die starken Sicherheitsprobleme im
Zusammenhang mit diesem völlig überflüssigen Atommülltourismus
sollten im Vordergrund stehen:

1. Die Castor-Behälter MTR-2 sind für Langstrecken-Transporte und
eine Langzeit-Lagerung völlig ungeeignet.

2. Im Gegensatz zu früheren Behauptungen sollen 2 kg Plutonium nach
Ahaus gebracht werden. Plutonium ist das gefährlichste Umweltgift,
das praktisch überhaupt nicht abgebaut werden kann. Die Menge würde
ausreichen, um viele Millionen Menschen zu töten.

3. Niemand kann der Ahauser und Münsterländer Bevölkerung
garantieren, dass das Zwischenlager in Ahaus nicht zu einem
Endlager wird. Dabei ist die Lagerhalle in Ahaus
sicherheitstechnisch veraltet, und sollte daher geschlossen werden.

4. Die Castor-Transporte werden den Alltag der Menschen stark
beeinflussen, weil sie nur mit einem riesigen polizeilichen Aufwand
durchgesetzt werden können. Immer wieder erleben wir bei solchen
Anlässen, dass demokratische Grundrechte ausgehöhlt werden. Wo mehr
als 10 000 Polizisten benötigt werden, um Atommüll von A nach B zu
bringen, herrscht kein demokratischer Konsens. Atommülltransporte
können und dürfen nicht gegen den Willen der Bevölkerung
durchgeführt werden!

5. Selbst die Verlagerung der Transporte auf die Schiene würde den
Ort der Verladung und Ahaus in einen Ausnahmezustand versetzen, wie
ihn die Stadt Ahaus 1998 schon einmal erlebt bzw. erlitten hat.
 

Quelle: http://www.wigatom.de/

TRANSPORT-STRECKE:
Über die Autobahn ?!?

Es scheint sicher, das der Transport über die Autobahn rollen soll, auch wenn es darüber noch politische Auseinanderseztzungen gibt.

Die beiden möglichen Routen sind im Internet zu sehen: http://nixfaehrtmehr.de/strecke.jpg



Das Bundesumweltministerium hat der BI Ahaus schon im November mitgeteilt, dass die 18 CASTOREN aus "Kostengründen" wohl über die Autobahn als Straßentransport rollen sollen! Das wäre seit 15 Jahren der erste große Straßentransport. Damals hatte Umweltminister Töpfer nach dem Transnuklearskandal die Verlagerung der Transporte auf die Schiene veranlasst - aus Sicherheitsgründen !

Hier die zwei möglichen Strecken:
A:Dresden-Chemnitz-Gera-Jena-Erfurt-Eisenach(A4)-Kassel(A7)-Paderborn-Dortmund (A44)-Recklinghausen(A1/2)-Gelsenkirchen-Bottrop(A2)-Dorsten-Ahaus (A31)
B:Dresden-Leipzig(A4/14)-Halle-Magdeburg(A14)-Braunschweig-Hannover-Minden(A2)- Osnabrück-Bad Bentheim(A30)-Gronau-Ahaus

Sollte der Transport doch noch über die Schiene rollen, wären in etwa dieselben Strecken gefragt, wobei das letzte Stück mit allergrößter Wahrscheinlichkeit über Hamm-Lünen-Dülmen-Coesfeld nach Ahaus rollt. Das Privatgleis in Ahaus ist allerdings noch nicht transportfähig.


Quelle: http://de.indymedia.org/2004/01/72535.shtml


 
Aktuelle Links zum Castortransport Ahaus 2004
Aktuelles zum Ahaus-Transport und Aktionen:
WigA -Widerstand gegen Atomanlagen (Münsterland)  www.wigatom.de
Nachrichten, Aktionen etc. bundesweit bei Indymedia:
www.indymedia.de Rubrik ATOM!
Infos zu Aktionen in Rossendorf / Forschungsreaktor
www.castorstopp-dresden.de
Berichte aus Ahaus:
Bürgerinitiative Ahaus: www.bi-ahaus.de
Hintergrundinfos zu Rossendorf vom neugegründeten Aktionsbündniss
http://de.indymedia.org/2004/02/74713.shtml
Nachrichten aus den Medien zum Castor:
yahoo
Nachrichten rund um den Castor und andere Atom-Themen:
www.x1000malquer.de
Autobahnaktionstag:
http://nixfaehrtmehr.de/

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