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Uran- der Anfang aller
Atom-Laster...
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Der Uranabbau findet z.T. in
Entwicklungsländern statt, ist sehr flächenintensiv, findet meist unter
mangelnden Sicherheitsvorkehrungen statt, von Abraumhalden gelangen
radioaktive Stäube und Schlämme weit in die Umwelt und belasten diese und
deren Bewohner nachhaltig.
In Urananreicherungsanlagen wie der UAA Gronau wird mit Hilfe von
Zentrifugen Uran angereichert, so dass es für Kernkraftwerke nutzbar wird,
aber ebenso für militärische Zwecke. Der Ausgangsstoff für die Anreicherung
ist hochgiftiges Uranhexafluorid, es bleibt neben angereichertem auch
abgereichertes, radioaktives Uran zurück, ein Abfallprodukt, das zu
militärischen Zwecken genutzt wird.
Verbunden mit dem Betrieb der Urananreicherungsanlage Gronau (siehe unten)
sind unzählige Atomtransporte: hochgiftiges Uranhexafluorid, radioaktives
Uran, abgereichertes Uran ständig unterwegs.
Die Urenco, Betreiberin der UAA Gronau, hat jetzt auch noch eine
VERDREIFACHUNG ihrer Kapazitäten beantragt. Das bedeutet mehr Abbau von Uran
unter z.T. menschenunwürdigen Bedingungen, Weiterbetrieb von Kernkraftwerken
vor allem im Ausland, noch mehr nicht zu entsorgender radioaktiver Müll,
eine starke Zunahme von Atomtransporten und vor allem ein stetig steigendes
unkalkulierbares Risiko gefährlicher Atomunfälle für uns und nachfolgende
Generationen. |
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Hintergrundinfos über die UAA
Gronau
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Hintergrundinformationen zur Urananreicherungsanlage (UAA)
Gronau
zur Urankonferenz 2002
(Auszug aus einem Text vom
AKU Gronau, 3.3.02)
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Während sich ein großer Teil der
Anti-Atomkraft-Bewegung um Castortransporte kümmert, bereitet das
nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium weitgehend unbeachtet die
sogenannte "Öffentlichkeits-beteiligung" zum beantragten Ausbau der
bundesweit einnoxid neben der UAA) ca. im September 2002 erfolgen. und
möglicherweise noch vor Ostern soll die sogenannte Antragskonferenz
stattfinden, bei der u. a. Fachbehörden und Umwelt-verbände Stellungnahmen
im Vorfeld der Öffentlichen Auslegung abgeben können. Msprechende Antrag
wurde Mitte 2001 gestellt.
Die Urenco Deutschland, die die Gronauer UAA betreibt, hatte bereits vor
etwa drei Jahren (kurz vor der Bundestagswahl 1998) den Bau des
Uranoxidlagers und eine Kapazitätserhöhung (damals zunächst auf 4000t UTA/a,
zwischenzeitlich auf 4500t UTA/a) beantankampagne und des Aktionsbündnisses
Münsterland gegen Atomanlagen mit dazu beige-tragen, daß der
Bekanntheitsgrad der UAA-Ausbaupläne etwas gestiegen ist.
[...]
Natürlich glauben wir nicht, daß der Ausbau der UAA und das Uranoxidlager
alleine durch das Sam-meln möglichst vieler Einsprüche und/oder durch die
Teilnahme am Erörterungstermin gestoppt werden könnten. Erfahrungsgemäß kann
die Teilnahme an derartigenn Bau der 1000t-Anlage wurden in den 70er Jahren
rund 7000 Einsprüche gesammelt (davon kam etwa die Hälfte aus den
Niederlanden), 1996 kamen gegen die Erweiterung auf 1800t rund 8000
Einsprüche zusammen. Eine Steigerung ist möglich und wünschenswert. Wennach
dem Abbrand in den Reaktoren in Castor-Behältern landet, die uns dann auch
wieder das Leben schwer machen. Jede Tonne Uran, die in Gronau nicht
an-gereichert wird, verringert das Atommüllproblem. Und: Widerstand gegen
Urananreicherung ist praktische > Wer sich vorstellen kann, in den nächsten
Monaten kleine oder größere Aufgaben hinsichtlich der
Öffentlichkeitsbeteiligung im Genehmigungsverfahren zu übernehmen, sollte
sich bereits jetzt mal beim AKU Gronau melden. Willkommen ist jede helfende
Hand: des Erörterungstermines haben, Verbände, die Geld für Sachbeistände
haben usw....
Wichtig ist es derzeit, ein möglichst breites Bündnis gegen die UAA und die
Ausbaupläne zu schmieden. Dies ist besonders in Gronau schwierig, da sich
hier vor Ort keine "nennenswerten gesellschaftlichen Strukturen" (Kirchen,
Gewerkschaften, Stadtjugend)
Zum Widerstand vor Ort sei abschließend noch
angemerkt, daß eine tragende Säule die traditionell-monatlich
stattfindenden Sonntagsspaziergänge sind (an jedem ersten Sonntag im Monat,
14.00 Uhr, UAA-Zufahrt), an die sich oft UAA-Vernetzungstreffen
gegen Atomanlagen angeschlossen sind (Mai).
Nähere Informationen über die UAA und über die Genehmigungsverfahren, aber
auch über die ständi-gen Urantransporte von und nach Gronau (übrigens, das
Privatgleis von der UAA zum öffentlichen Schienennetz zwischen Gronau und
Münster ist fertig), gibt es beim:
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.
c/o Siedlerweg 7
48599 Gronau
Tel. 02562/23125
www.aku-gronau.de
info@aku-gronau.de |
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Über das Geschäft mit
der Urananreicherung
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Ein Text der
Atomwirtschaft(!)
aus Heft
1 Januar, 43. Jg (1998) atw |
" Bei der Urananreicherung fällt UF6
als sogenannte Tails an. Diese werden von der URENCO als Betreiberin der
Anreicherungsanlage in Gronau als Wertstoff zur Wiederanreicherung auf den
natürlichen U-235 Gehalt exportiert, u. a. nach Rußland.
Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen erteilt das Bundeausfuhramt. Auf eine
diesbezügliche kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Michaele Hustedt
und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen antwortete das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) am 17.10.97, daß Tails
nach Frankreich, Großbritannien und in andere Länder der EU sowie in die
Russische Föderation geliefert würden. Die russischen Anlagen befänden
sich auf den Standorten Jekaterinenburg, Tomsk und Irkutsk.
Wiederangereichertes Uran werde nur aus Rußland zurückgeliefert. Das aus
den angelieferten Tails bei der Verarbeitung anfallende abgereicherte
Material verbleibe beim Anreicherer, d. h. in der russischen Föderation.
Dies sei gängige Praxis bei Anreicherungsgeschäften und werde auch in den
seit den siebziger Jahren bestehenden Anreicherungsverträgen deutscher
Elektrizitätsunternehmen (EVU) mit dem russichen Partner so gehandhabt.
Die Einfuhr des angereicherten Materials bedürfe einer Einfuhrgenehmigung
gemäß § 3 des Atomgesetzes (AtG).
Das aus Gronau nach Rußland zu verbringende abgereicherte Uran werde per
LKW zu einem Seehafen transportiert und von dort auf dem Seeweg nach
Rußland. Der Weitertransport zu den russischen Anreicherungsanlagen
erfolge per Bahn.
Bei einem Durchsatz von 1000 t UTA/a fielen in Gronau rund 1500 t U als
Tails an. Bei einem Verarbeitungsdurchsatz von 1800 t UTA/a werden rund
2700 t U als Tails erwartet.
Wenn die in der Strahlenschutzverordnung genannten Voraussetzungen zur
Ausfuhr radioaktiver Stoffe erfüllt seien, müsse das Bundesausfuhramt eine
Genehmigung erteilen. Eine Genehmigungsvorraussetzung sei, daß die
auszuführenden radioaktiven Stoffe nicht in einer die innere und äußere
Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder ihre internationalen
Verpflichtungen auf dem Gebiet der Kernenergie gefährdender Weise
verwendet würden.
Dabei spielten die Belange der EG-Mehrzweckgüterverordnung und Aspekte der
Nichtverbreitung eine wesentliche Rolle.
Das Vorhaben der URENCO, abgereichertes Uran in Rußland erneut
anzureichern, habe die Bundesregierung zusammen mit den Regierungen der
Niederlande und Großbritanniens geprüft. Diese Prüfung habe ergeben, daß
mit der Wiederanreicherung in Rußland keine gegen internationale Regeln,
Standards oder Verpflichtungen verstoßende Entsorgung verbunden sei,
der Verbleib des anfallenden abgereicherten Urans
beim Anreicherer der internationalen Praxis entspreche und die am Ort der
russischen Anreicherungsanlagen in Jekaterinenburg bzw. in Angarsk
vorgesehene Lagerung des anfallenden abgereicherten Urananteils die
internationalen Anforderungen erfülle." |
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